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Du befindest dich in der Kategorie: Alltägliche Gedankenhupfer

Dienstag, 21. März 2006
Ich hab noch einen Koffer in Berlin.....
Von Gedankenhupfer, 08:19

........Nun, nicht im Moment, aber vielleicht ja schon in Kürze wieder. Denn immer mehr Koffer sind allein auf Reisen. Und die Koffer lassen sich das was kosten.



Denn diese kleinen Racker verschlingen -- so berichtet es der Spiegel [ http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,407011,00.html ] -- bei den Airlines rund 2 Milliarden Euro jährlich, wenn sie wieder mal ausbüxxen. Soviel kostet es die Airlines, um die Gepäckstücke wieder aufzufinden und zurückzuschaffen, Tendenz laut IT- Unternehmen SITA steigend. Im Jahr 2005 kam es allein in Europa bei tausend Gepäckstücken in 14,1 Fällen zu Problemen, 2004 nur in 13,9 Fällen. Rund 30 Millionen Gepäckstücke kommen pro Jahr abhanden, teilt das IT-Unternehmen laut Spiegel dazu  mit, die Airlines bei der Suche nach Gepäckflüchtlingen detektivisch auf der Flugspur unterstützt, um die Ausreisser mit und ohne Flitzrollen unter den Hard(schalen)wares wieder zu ihren (Hinterh-)Er-Ziehungsberechtigten zurückzubringen.

Aber wo treibt sich der Schlingel rum, wenn er mit allem, was man so für den Businesstermin, den Urlaub, den Verwandtschaftsbesuch oder den Citytrip so im Gepäck, aber dann eben nicht da hat, wo man es braucht ? Vergeblich wartet der Kofferherr oder die Kofferdame am Rollband im Flughafen: der Schlingel taucht nicht mehr auf. Wer weiss, vielleicht hat ja auch ER noch einen (sehnsüchtig ?*augenzwinker) auf ihn wartenden hübschen kleinen weiblichen Velourskoffer in Berlin. Der sehnsüchtige Blick derjenigen, die vergeblich auf ihre mit allen für die Reise gefüllten Notwendigkeiten bepackten – und damit sicher häufig „bessere“ und dringlichst vermisste „Reisehälfte“ am Fliessband warten, wechselt seine Farben zwischen Warten, Hoffen, Verwunderung, Ungeduld, Wut und bei so manchem  lässt sein Mimikspiel gar den Verdacht keimen, dass er hinter die Flatterstreifen am Fliessbandanfang krabbeln und dort am liebsten selber nach dem Schlingel suchen würde....bis die Gewissheit sich breit macht, der Bengel kommt nicht mehr. Er ist verschwunden. Aber wo ist der Schlingel denn dann ? Und ist es eine Kofferseuche , ansteckend gar oder wieso häufen sich diese Fälle reiselustiger Accessoires ? Ist sie nur unter innen und auch überhaupt gut betuchten Echtledernen oder Hartschalen verbreitet und ansteckend, deren Besitzer eh schon allzu verlockende Reiseziele ansteuern und ist die Ansteckungsgefahr höher, wenn 2 bis 4 Rollrädchen das Flitzengehen erleichtern ? Oder handelt es sich bei den reiselustigen Begleitern eher um Velour- und andere Economy travellers, die den Aussagegehalt von frequent miles and more mal mit more miles dem Verbrauchertest unterziehen wollen, um endlich mal mehr als ihren gewohnten Flugradius im Radar und vielleicht gar in der mitgeflüchteten Komplizin und ihrer Digitallinse zu erfassen ?

Die offiziellen Erklärungsversuche berufen sich auf immer kürzer werdende Standzeiten der Flugzeuge und Erhöhungen der Sicherheitsvorkehrungen. Im vergangenen Jahr seien 61 Prozent aller verlorenen Koffer wegen Fehlern beim Transfer von einem Flugzeug in das andere abhanden gekommen. Halloo-oo ? Je kürzer die Standzeit, je höher die Sicherheitsvorkehrung, je geringer sollten doch schon rein zeitlich und auch organisatorisch die Flucht-(T)räume sein, oder nicht ? 15 Prozent der Koffer seien beim Verladen auf dem Abflughafen verlustig gegangen. Ach – und wo sind die dann ? Liegen die am Rollfeld ? Einfach so ? Haben Sie schon mal versucht, einfach mal beim Boarden anstatt in den Shuttlebus zu steigen, ein paar Schritte beiseite oder gar in Richtung Rollfeld zu gehen ? Soo schnell kann man gar nicht „uops“ sagen, wie man da entdeckt ist und in die richtige Richtung "gelotst" wird --- aber 15 % der ausgebüxxten Koffer tummeln sich irgendwo beim Verladen ? In jeweils neun Prozent der Fälle soll  es immerhin an Fehlern beim Ticket-Ausstellen, langen Sicherheitskontrollen oder dem irrtümlichen Vertauschen von Gepäckstücken von zwei Passagieren liegen.

Nun, wie bei so vielen Ausreissern ist das Gute daran: 99 Prozent aller Ausflügler kehren wieder zu ihrem Besitzer zurück...ein bisserl verspätet, natürlich. 2005 leisteten sich die kleinen Hartschalen-, Kunst- und Echtleder- und Velour-Reiseracker Aus-FLÜGE von durchschnittlich 31,2 Stunden. Doch die Stunden solcher more miles von frequently travelling besseren Reise-Hälften sind bereits gezählt. So hat SITA schon eigens eine Technologie zum Aufspüren der verlorenen Gepäckstücke erfunden, die sie auch den Airlines empfiehlt. Koffer können  mit Hilfe von Mini-Sendern geortet werden und sollen so besser vom Verlorengehen bewahrt werden. Bis zum Jahr 2009 sollen etwa die Hälfte aller Flughäfen weltweit mit der Technologie ausgerüstet sein. So erzählt es der SPIEGEL.

Nun muss eigentlich nur bei der Umsetzung der Pläne für den Flughafen Schönefeld nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16.3.2006 dafür gesorgt werden, dass auch dieser Airport gleich von vornherein mit dieser Technologie ausgestattet wird....Dann wird auch das schöne alte Lied nur noch Nostalgie im ledergebundenen oder veloursanft  eingekleideten Herzen der kleinen Aus-geflogenen Racker sein..... „ich hab noch einen Koffer in Berlin....“

Aber wer weiss,..... die kleinen Racker sind ja nicht allein mit ihren Reisewünschen. Und es bleibt die Chance,  mit ihren nach more miles sehnsüchtigen travellers ZUSAMMEN auszubüxxen... Nunja, zumindest so lange, bis sich die Kundenwünsche der daheimbleibenden „anderen besseren Hälften“ durchsetzen, nicht nur die Koffer, sondern auch die Travellers mit SITAs detektivischer Technologie auszustatten.....vielleicht ganz nebenbei bei den eh immer höher werdenden Sicherheitsstandards ?

Es geht das Gerücht, dass bei SITA vergangene Woche die Anfrage einer Ehefrau eingegangen sein soll, bei der nur der Koffer ihres Mannes, nicht aber er selber am Flughafen Berlin wieder angekommen war......bereits widerlegt ist allerdings DER Teil des Gerüchts, wonach sie deswegen am Schalter der Gepäckrecherche summend aufgetaucht sei mit "Ich hab noch einen Koffer in Berlin...."

*augenzwinkernd

`de SanfteBrise7

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Montag, 20. März 2006
Um 19:26 Uhr ist es passiert !
Von Gedankenhupfer, 19:26

 Um 19:26 Uhr ist es passiert !

Der Frühling ist da. Astronomisch gesehen. Und ein bisserl sonnig auch. Nicht überall, aber doch mancherorts. In München hat er sich heute sonnigstrahlend präsentiert. Nicht übermässig warm, zugegeben. Aber schliesslich müssen wir uns ja erst langsam daran gewöhnen. Für die Astronomen ist alles ganz einfach: Sie definieren den Frühlingsbeginn als den Zeitpunkt der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn die Sonne - von der Erde aus gesehen - den Äquator nordwärts passiert. Das ist in diesem Jahr am 20. März der Fall, und zwar genau um 19.26 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Aber schon der Haselstrauch scheint das noch nicht so recht glauben zu wollen. Diese Zeigerpflanze ist noch zögerlich in diesem Jahr. Und wer mag ihr das verdenken, nachdem noch vor 2 Wochen ein neuer halber Meter Schnee meteorologische Sensationsdaten in die Wetterannalen kritzelte.


Schritterlweise gehen wir also gradweise auf eine allmählich angenehmere Temperatur und dann auch auf die Umstellung auf die Sommerzeit zu. "Nur nicht hudeln".......... Die Sinnesfreuden lassen sich nur mit Muße geniessen.....

Geh'n wir's also langsam an..... ;-) Optisch und indoor gibt es ja inzwischen schon faszinierend schöne Appetizer auf die warmen Tage ....und EINES ist sicher....auch DIE werden dieses Jahr kommen..... noch 279 Tage, dann wird es ebensosicher sehnsüchtig erwartet werden : das schneeweisse kalte Wetter.... damit's keine grünen Weihnachten werden..... der Countdown läuft .........aber fangen wir doch einfach sachte mit dem Frühling an..... kommt Zeit, kommt dann auch der Rest des Jahres... ;-) 

 

"Frühlingsfarbenrausch"

Fullsize:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/480709/display/5244466

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Leise[s] Murmeln
Von Gedankenhupfer, 08:41

für eine Liebeserklärung

;-)

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Donnerstag, 16. März 2006
Brigitte lässt grüssen !!
Von Gedankenhupfer, 09:13

Ach ja !? Ich kenne keine Brigitte. Aber DIE Brigitte -  jaja, Sie wissen schon, eben diese – lässt grüßen. Mit Ecards. Neben tatsächlich oder vermeintlich schönsten Titelbildern der 50er und 60er Jahre finden sich die typischen Kategorien für Liebe und Liebesgrüße, Geburtstags- und Hochzeitsmotive und Vorlagen für diverse Einladungen und Umzugsmitteilungen. Über die erzielten Freuden von Umzugsmitteilungen wird so mancher geteilter Meinung sein. Verflixt noch mal, es gibt schliesslich Menschen, bei denen man nicht völlig unglücklich , ja zugegeben : regelrecht froh ist, wenn man nicht zugeben muss, dass man ihre Adresse nur zuuuuu gern längst ad acta oder in den Papierkorb geworfen hat. Ist es nicht viel nützlicher bei der sicher eh zu erwartenden meist unerwartet und dann auch sehr unpassend unausweichlichen Begegnung, wenn DIE eingestehen müssen, dass es wohl daran lag, dass DIE umgezogen sind und man sie deswegen nicht mehr erreichen konnte... Was eh erschwert genug ist, weil sich dann selten auch Mobiltelefonnummern und Email-Adressen ändern ! Ist das nicht viel genussvoller-gewissensberuhigender und kommunikationsverlaufstechnisch vorteilhafter bei einer solchen Begegnung noch einen Rettungsanker zu haben, wenn sie schon besonders gern in überfüllten Räumen oder Fussgängerzonen mit einem unüberhörbaren „Meeeeeeeeeeeeeeeensch -  wen sehe ich denn DAAAAAAA !???“ verbunden erfolgt ? Denn : nein, ganz sicher hilft es dann weder, sich taub zu fühlen, noch sich unschuldigguggend umzusehen, wen ER/SIE denn vielleicht sehen und meinen könnte, glauben Sie mir ! es hilft NICHT !...Aber wenn der ungezogen lauthals schreiende Umgezogene selber schuld ist, wenn man ihn nicht mehr angerufen hat, dann ist das in solchen Momenten ein kleiner Trost... denn manchmal lässt sich das sogar ausbauen in ein (sehr leicht in solchen Augenblicken spielbares) gespielt-gekränktes, mit hochgezogenen Augenbrauen intoniertes.... „Ach,...DUUU !??? ... Na, Duu hast Dich ja niiiie mehr gemeldet, nicht mal Deine Adresse hast Du nach Deinem Umzug wissen lassen..... und .... JETZT hab ICH leider ( !!) gaaar keine Zeit“ ........

Muss mir nun auch noch DIE Brigitte wenigstens diesen Rettungsanker vermiesen !? ... Nun, DAS wäre ja noch halb so arg, .... Umzugsmitteilungen gibt es ja (seufz) leider nicht nur bei ihr....

Aber was in aller Welt habt Ihr Euch in Eurer Redaktion nur gedacht mit den E-Cards mit den 20 Sätzen, die man angeblich wenigstens EINmal gesagt, soll bei Euch heissen: ausgerechnet per elektronischer Postverbindung gesendet haben sollte !??  In aller Regel will man ja mit der Botschaft auf Post- und E-Cards doch einen bestimmten Zweck erreichen ? Hallooo-oo ? Habt Ihr Euch mal überlegt, WEM man so was schickt und WIE so was dann dort ankommt ? Man stelle sich mal vor, welche Gedanken dem Empfänger wohl spontan als erstes durch den Kopf gehen werden ........bei Euren vordesign-ten E-Card-Texten. Mag man ja die Einladung zur Diät http://www.brigitte.de/_components/content/kultur/e_cards/controll_card.php?datei_thump=einladung_7_klein.gif&email[to]=&name[to]=&email[from]=&name[from]=

noch nachsichtig als einen verlagsmarketingtechnisch fehlgeschlagenen Versuch zur Brigitte-Diät und Absatzförderung für die Printausgabe betrachten – oder legt Ihr es darauf an, dass nach dem Versand einer solchen Karte von einer Freundin zur anderen wirklich nur noch Euer Verlagsprodukt die einzige FREUNDIN jeder Frau bleibt ?? (na, geht jetzt das Licht auf, wie verlags- und marketingtechnisch tödlich solche Card-Textdesigns sind ? )

Und welche beziehungstechnisch letalen Szenen zwischen den Geschlechtern sind geradezu vorprogrammiert, wenn ER IHR solch eine E-Card zukommen lässt ??

Aber wem sollte man (oder besser doch nicht ?) wohl die Texte der 20 essentiellen Sätze mailen und was glaubt Brigitte,  wird dann an gedanklicher und verbaler oder sonstiger Reaktion dabei rauskommen ? ....auf diese Texte ....:

 

„Zu Dir oder zu mir ?“ – Na, wenn ER das liest, wird er logisch sachlich denken, wo sitze ich denn wohl, wenn dieses Ding hier ankommt, Mädel ? SIE: Mal sehen......

„Weißt du noch ?“ – SEHR beliebter Satz bei IHM, weil er sofort vom unangenehmen Gefühl des schlechten Gewissens überfallen wird, dass er zwar ganz sicher noch 1000 Dinge weiss, aber ganz sicher eh das Falsche sagen wird, wenn er nun antwortet, woran ER sich erinnert. SIE: „Ich schon, aber er ?“

„Ich bleibe heute im Bett“ – SIE: „mit wem ?“ und  ER: „was nutzt mir das, wenn Du DORT allein bist“ und sollte er näher als DORT sein: „Geil, dann los !! 

„Ich möchte mit Dir alt werden“ – ER: „lass Dir damit aber bitte künftig noch etwas mehr Zeit...und MIR auch.“ SIE (vorzugsweise mit Blick auf seinen Bauch oder sein Haupthaar, sofern noch vorhanden, erst recht, wenn nicht) : „Hoffentlich sieht er nicht allzu bald danach auch aus“ (in modern times vermutlich „Hoffentlich reicht dann auch seine Rente noch für uns beide“)

„Lach jetzt bitte nicht“ – ER: „Wann hatte ich zuletzt hier noch was zu lachen ?“ SIE: Was hat er jetzt wieder angestellt !?

„Du kannst Dich auf mich verlassen“ – ER : „Verdammt, was soll ich jetzt wohl für Sie tun ? – SIE: „seufz...... wie langweilig. Er soll das natürlich einhalten, aber wie elend langweilig, es zu SAGEN.“

„Das wirst Du mir büßen“ – ER: na, wenn schon (Anm. d. Red. : Diese Reaktion kann eine höchst fatale männliche Fehleinschätzung sein, wenn sie seine Kontoverbindung, seine Steuererklärungen und ähnlich fehleranfällige Daten kennt) – SIE: „soll er mal, er kommt halt doch nicht von mir los“ (Anm. d. Red.: SIE kann sich solches nicht selten leisten,..... Frauen machen seltener Kosmetik an Steuererklärungen als an ihrer Frontpartie und sorgen häufiger rechtzeitig für den gegen Rachegelüste immun bleibenden Kontostand... Scheidungsanwälte und beste Freundinnen wissen da reichlich aus dem Nähkästchen zu berichten ;-)) )

„Der Mann macht mich wahnsinnig“ – ER: „bin ich nicht ein Hecht !?“ (und es genügt ihm das zu wissen, er wird daraufhin keinen Handlungsbedarf als Reaktion auf die E-card für nötig halten) oder „Ihr Problem. Und das kann es auch bleiben“  (und dann ist sein Handlungsbedürfnis auch nicht grösser) – SIE (in diesem Fall wird die Karte mutmasslich ja nur von ihrer Freundin, nicht aber von IHM stammen) : „Dann trenn Dich von ihm.“

„Ich war noch nie so unglücklich“ – ER: „MIST, was muss ich mir jetzt schon wieder an anstrengenden, unbequemen Aktionen einfallen lassen, damit sich das ändert ??“ (er wird dann sicher TAGE mindestens brauchen, um sich solche auszudenken oder – ob das besser ist !? – anrufen und gequält versichern, dass er doch alles tue, damit SIE dazu keinen Grund habe.... SIE – „Ohje was für ein Softie-mitleidserregender-Jammerlappen..... „ (bei vorhandenem Helfersyndrom KÖNNTE eine Reaktion von IHR erfolgen, aber was dabei dann für SIE und IHN wohl  erfreuliches herauskommen kann !? )

„Ich war noch nie so glücklich“ – ER: Fein. Dann kann ich ja heute wohl mit den Kumpels zum Fussball. (An fussballfreien Tagen evtl. auch : „Klasse, gute Chancen für Dessous und Strapse heute ....und ....“ (Anm.d.Red. : na, den Rest können Sie sich doch denken, oder ??)  SIE: „Seufz“ (in je nach Ton- und Stimmungslage unterschiedlichem Bereitschaftsgrad kombiniert mit „Mist, heute also wieder in Strapsen und Heels........“ (und ER: „na, DER Satz kommt doch immer gut“ ;-)

„Es ist noch nicht zu spät.“ ER: „Mist, wie viele Chancen muss ich denn noch versauen.“ Oder „Wofür ?“ SIE : „Da kannst Du aber lange warten.... mindestens 3 Tage ....dann schau’n wir mal“

 „Ich habe mich geirrt“ – ER: Nix neues, oder ? SIE: Und ? War das alles ?

„Küß mich.“ ER: „Ok.“ SIE: „Was krieg ich dafür ?“ oder „Ich nehm mal meine Migräne“ (oder was soll sie sonst sagen, wenn es schon soweit ist, dass er dazu eine E-Card-Aufforderung braucht ? Und wenn es solcher nicht braucht, tut ER/SIE es eh....... ohne nachzudenken.

„Ich habe Angst.“ ER: „Ich bin doch bei Dir (reicht das nicht ??)“ und etwa 3 Jahre später: „Du und Deine Neurosen.“ SIE: „Ein Mann, der seine Gefühle zeigen kann, seufz“ und etwa 3 Jahre später „Himmel noch mal, was für ein Warmduscher“. Kleiner Tipp an SIE: Tun Sie SICH was Gutes und senden Sie ihm NUR diese E-Card http://www.brigitte.de/_components/content/kultur/e_cards/controll_card.php?datei_thump=liebe_gruesse_1_klein.gif&email[to]=&name[to]=&email[from]=&name[from]=

„Du fehlst mir“ – ER: „Mhm..ich vermisse Dich auch.“ (denkend: „Ob sie dann heute Nacht wohl ......?“) und etwa 1 Jahr später „Du mir auch, Schatz, aber jetzt warten die Kumpels auf mich, bis dann, der Akku ist gleich alle“ ........ SIE: „Mhhhmm..Du mir auch.“ ....und etwa ein Jahr später..... „hmmhmm....“ (und denkend: kann ich heute abends noch die Nylons waschen oder wartet er schon wieder auf eine Nummer  mit .....? Mist, heute war mir nicht mehr nach Gymnastik....  dann wieder laut ) ...“ich freu mich auch schon auf übermorgen....“

„Ich bin stolz auf Dich.“ – ER : o.W. („is ja wohl klar, oder ? was soll sie sonst sein !?) SIE: (grummel, „was bildet er sich denn ein !?“/“Jajajaja, und die ganze Arbeit hatte ja auch ich“ ) „das freut mich !!!“

„Ich verzeihe Dir“ – ER: „Endlich“ (und denkend: „na, endlich, immer diese anstrengenden Diskussionen...puhhh“ - es hätte auch gereicht, wenn sie einfach das kleine rote Spitzenzeug heute nacht getragen hätte) ...SIE: erst mal gar keine Rekation und denkend: „wenn hier einer wem was zu verzeihen hat, dann ja wohl ich ....“ –übrigens eine coole E-Card-Idee, wenn ER eh Mist gebaut hat oder wenn ER SIE eh schon verlassen will.... er wird dann lange lange nixx hören.....

„Ich liebe Dich nicht“ – ER: „uops. Ok, das ändert die Pläne für heute abends....“ *im Adressbuch blätternd ;-) SIE ..wird so eine Karte nicht kriegen, entweder meldet er sich einfach nicht mehr oder sie kriegt eine sms  mit diesem Text..... und vor allem SOLLTE SIE nie so eine Karte kriegen, wenn ER noch seine Illusionen über einige „potenzielle Kleinigkeiten“ behalten und nicht per sms dazu Neuigkeiten erfahren will.....(die zumindest ER und zumindest in manchen – ggf. späteren und ganz und gar unpassenden - Momenten doch für wahr halten könnte..... )

„Ich liebe Dich“ – ER – ok. Weiss ich doch. SIE: „Schmelz“. (später: „immer der gleiche Satz,...fällt ihm nicht mal was fantasievolleres ein ??“ –kombiniert mit der E-Card „Ich bin so unglücklich“ ...dazu siehe oben ) ...kleiner Tipp an IHN ...mit

http://www.brigitte.de/_components/content/kultur/e_cards/controll_card.php?datei_thump=liebesgruesse_7_klein.gif&email[to]=&name[to]=&email[from]=&name[from]=

ist schon mal ein Schritt in mehr Fantasie getan, aber verlassen Sie sich nicht darauf, dass SIE diesen Wink versteht und Sie in der roten Corsage, Halterlosen, Heels und rotlackierten Nägeln erwartet, wenn sie die Türe öffnet ;-))

„Champagner !! “ – ER: (denkend: „ohje, die wird auf Dauer teuer, ....“... ) SIE: (denkend: „Angeber“/“Will mich wohl rumkriegen, na ja, mal sehen, wie lange er das durchhält“/ „und in einem Jahr verdreht er die Augen, wenn ich ihm mal wieder eine E-Card sende....

http://www.brigitte.de/_components/content/kultur/e_cards/controll_card.php?datei_thump=einladung_8_klein.gif&email[to]=&name[to]=&email[from]=&name[from]=

„Na dann..... Prost !“...Wer weiss, wann wieder mal einer Champagner spendiert... ;-))) Ich warte noch auf diese E-Card.......(meinen letzten Champagner ...pardon "CAVA" in diesem Fall habe ich mir in Codornìu selbst durch einen Fachvortrag erarbeitet... )

und wenn SIE an die Effekte dieser 20 Sätze der Brigitte-E-Cards partout nicht glauben wollen,... na, dann versuchen Sie ihr Glück mal....

http://www.brigitte.de/e_cards/index/index.html?send=list&kategorie=20%20Sätze&name[to]=&email[to]=&name[from]=&email[from]=

Und wenn Sie mir dann anderes berichten schicke ich Ihnen auch gerne eine Antwort

http://www.brigitte.de/_components/content/kultur/e_cards/controll_card.php?datei_thump=20saetze_8_klein.gif&email[to]=&name[to]=&email[from]=&name[from]=

*augenzwinkernd

`de SanfteBrise7

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Montag, 13. März 2006
Ja haben die denn nicht mein Horoskop gelesen ???
Von Gedankenhupfer, 08:18

....das hätten sie mal besser getan. Dann hätten sie nicht versuchen müssen, einen so betont marketingfreundlichen Gesichtsausdruck durch den Guggerl meiner Haustüre als "Sesam öffne Dich-Key" wirken lassen zu wollen, nachdem das Klingeln erfolglos blieb...

Kennen Sie das ? Endlich Wochenende ! was für ein wohliger Gedanke schon am Freitag morgens und jeder hat so seine Vorlieben, wie er das wohlige Gefühl dann auch samstags früh mit Taten füllt. Mancher auch einfach mit Un-Taten...*hust*... ich meinte da nun das schlichte Ausschlafen (oder was dachten SIE denn ?). Sommertags verläuft das bei mir auch lebhafter, mit Joggen, Schwimmen oder dem Packen des Fotorucksacks oder des Proviantrucksacks für die Fahrradtour oder einen Ausflug ins Umland. Aber an den winterlichen und verschneiten Tagen gehört bei mir dazu ein bisserl länger Ausschlafen, Frühstück mit diesen wunderbaren kleinen Croissants oder Milchbrötchen, die nach ihrer Morgengymnastik (einmal links einmal rechts wenden) auf dem Toaster so wunderbar nach Vanille duften und (geteiltes Leid ist halbes Leid) in verführerischer Allianz mit dem 5-stöckigen Morgen-S-Presso in ihr Verderben gehen und (des einen Leid, des anderen Freud) meinen Wochenendgaumen für die Wochenendstimmung wach machen. Dazu gehört, länger als sonst im Pyjama zu bleiben und auch endlich mal wieder WIRKLICH Zeit zu haben, um morgens ein Buch zu lesen oder samstags mit "Jamie's Kitchen" den Appetit für den Einkauf für's Wochenendschmankerl "anzufüttern". Dazu gehört, auch erst gegen 10 oder 11 Uhr zu duschen oder - *schwelg* - ein anregendes angenehmes Morgenbad zu nehmen und Pläne für den Nachmittag und den Sonntag zu machen........

Definitiv nicht zu einem solchen Samstagmorgen gehört Klingeln an der Türe. Und ganz sicher gehört dazu nicht, aus dem Bett oder der Dusche halbgewaschen, ungebürstet und ungefrühstückt oder halbangezogen am ersten freien Tag meiner Woche auf Klingel-Knopf-Druck an die Tür zu sausen. Nicht um 6 Uhr früh, wenn einer der Nachbarn (für ihn sicher erfreulich) pünktlich seine Wochenendzeitung eingeworfen bekommt und aus welchem verflixten Grund aber darüber nicht erfreut und auch entsprechend wach genug ist, damit ER rausgeklingelt werden kann und das frühstücksunterhaltungsvermeidende Druckerzeugnis selbst entgegennimmt, damit es auch als Paravent für (oder vielleicht eher GEGEN ?) die Lockenwicklerfetischistin am anderen Ende seines Frühstückstisches bei den Requisiten verfügbar ist, damit ER sein Frühstück geniessen kann. Nein auch nicht um 7 Uhr morgens, um dann durch die Gegensprechanlage ein lautes "Einwurf Wäääärbung bitttäääää" in meinen Gehörgängen trompetet zu hören (anstatt erst um 9 Uhr ein sanftes "Hmmm, guten Morgen, min leevet Herzblatt, der Espresso ist fertig" von meiner besseren Hälfte zugewispert zu bekommen und zu spüren, wie der in die Nase steigende Koffeinduft meine Augenlider langsam anzuhebeln beginnt). Und, ja ! Nicht einmal um halb 9, wenn ein weiblicher Doppelpack mit jeweils in der Hand gehaltenem Filofax, Kritzelkulis und einer zusammengerollten Illustrierten offenbar die trojanische Belagerung nachspielen will, weil trotz der - inzwischen bin ich ja dann wach genug für solche Genüsse - Musik, die sie wohl auch leise durch die Türe hören werden, ganz uner-HÖR-terweise der von ihnen nachhaltig wiederholend gepresste Klingelknopf nicht zum Sesam-öffne-Dich-gefälligst-wenn-da-schon-jemand-schliesslich-wach-ist-wenn-er-doch-Musik-hört wird...... nein, nein, nein, presst nur ! Denn ICH bin nicht ER-press-bar. Nicht durch Klingeln, nicht durch gespielt-heitere Unterhaltung vor der Türe mit Mutmassungen und Äusserungen, warum ich hinter der Türe wohl nicht öffne -- nein ! ich brauche nicht noch was zum Anziehen und: NEIN ! ich liege nicht als Leiche schon wochenlang unentdeckt hinter der Türe und: NEIN ! um diese Sorge auszuräumen, müsst Ihr weder die Nachbarn um ein Nachkucken bitten und auch nicht die Polizei rufen *grinsss*, nein nein nein, mit alledem provoziert Ihr nicht, dass ich das verhindern und deswegen öffnen werde. Es provoziert mich auch nicht, die Tür zu öffnen, um zu erfragen, was für geheimnisvolle Hieroglyphen Ihr da in Euren Filofax kritzelt, wenn ich trotz Klingeln nicht öffne. Ich bin nicht durch alles dies mehr er-PRESS-bar, als der arme Klingelknopf und durch wiederholtes Klingeln könnt Ihr mich daher  vielleicht wachklingeln, um 7 Uhr, um 8 Uhr und um 9 Uhr, aber RAUSklingeln, das gelingt Euch nicht mehr. My Home is my castle - die Briten haben das wahr erkannt und wissen, was für ein GENUSS das ist, diese Grenzziehung für Euch auf der einen Seite der Tür und mich auf der anderen Seite zu leben und zu begreifen, dass man nicht jedem [Klingel-]Druck nachgeben muss.

Das Wochenende gehört allein mir. Gelegentlich macht es Spass, mit der gedanklichen Stoppuhr auszureizen, wer es länger aushält: ich, um nicht loszuprusten vor Lachen, wenn ich doch einmal ausnahmsweise einen Gugg durch den Spion bei dem einen oder anderen Klingeln investiere oder Ihr mit der Spannung dieser maskenhaft gehaltenen Verkaufsmimik, mit der ihr glaubt, dass sie ein wirksamer Verbündeter für den schmachvoll versagenden Klingelknopfdaumen wäre.

Ja, manchmal denke ich schon "Ihr armen Wichte, Ihr müsst eben auch versuchen, irgendwie für Euren Lebensunterhalt zu sorgen" ..... aber müsst Ihr dazu immer ausgerechnet in mein wohliges Wochenendmorgenwohlfühlgefühl stolpern ? Was macht Ihr wohl an den 5 Tagen der Woche, an denen ich morgens um 5 Uhr meinen Espresso trinke, weil der Tag am Schreibtisch meines freiberuflichen Arbeitsplatzes hinter dem gleichen Klingelknopf bereits um 6.30 Uhr beginnt - schlaft Ihr dann aus und kichert im Schlaf, dass ich Dussel an 5 Tagen die Woche für die Brötchen werkel ? So klaffen keine Lücken zwischen Türe und Türstock für Euer Verkaufs-oder-was-immer-für-ein-Gespräch, sondern nur eine Lücke zwischen Versuch und Erfolg, Euer Ansinnen oder Produkt an den Mann zu bringen. Vielleicht gehört dazu gar nicht unbedingt, mit Workshops und Marketingschulungen aus diesen Fehlern zu lernen und sich bessere Zeiten auszudenken, um ein Sesam-öffne-Dich in den Händen zu haben, wenn man Menschen dazu bringen will, ihre Türe und Aufmerksamkeit zu öffnen.... Vielleicht würde es ja einfach genügen, wenn Ihr mal die Tageszeitung aufschlagen würdet - da liegt doch übrigens eh immer die Ausgabe auf dem Treppenabsatz rum, diejenige von dem mit der Lockenwicklerfetischistin, die er nie vor 11 Uhr dann reinholt ! Ihr müsstet sie nur aufschlagen - S. 14 steht immer mein Horoskop. Dann hättet Ihr gwusst, warum ich zwar Musik höre, wenn ich meinen Espresso geniesse und pyjamalustig wach bin oder schon mein Bad geniesse, aber kein Türklingeln meine Gehörgänge wirklich erreicht .... Ja, habt Ihr denn auch diesmal nicht mein Horoskop gelesen !?? Da stand es doch klipp und klar :

"Sorgen Sie dafür, dass Sie an diesem Wochenende auch mal Zeit für sich selbst haben. Egal, was Sie damit anstellen. Das wird allerdings nicht ganz einfach sein, weil offenbar alle Welt jetzt etwas von Ihnen will. Und wenn alle Stricke reißen, sollten Sie sich kurzerhand absetzen, um wenigstens auf einem ausgedehnten Spaziergang etwas Ruhe zu finden - oder beim Sport."

Lest doch einfach mal S. 14 der Sonntagszeitung,.... vielleicht beim Frühstück ? Eine Marktforschungsmassnahme, die sich für den Montag-Morgen dann auszahlen könnte...

In der Montagsausgabe heisst es auf S. 14 diesmal nämlich :

"Alle Träume, Ideale und Hoffnungen nützen Ihnen so gut wie nichts, wenn Sie nur dasitzen und warten. Gehen Sie auf andere zu, Sie werden feststellen, dass Ihre Gesprächspartner heute offene Ohren für Ihre Anliegen haben, wenn Sie gut vorbereitet  mit guten Argumenten sind."

Ach, eh' ich's vergesse,.... bei der Nachbarin mit den Lockenwicklern duftet's montags morgens immer schon recht gut nach Kaffee....und wenn Sie etwas Zeit über haben, plaudert sie nur allzugern mit jedem, der leichtsinnig den Klingelknopf drückt und -- ohne eine Frühstücksrequisite mit Schlagzeilen auf Augenhöhe mehr als "Hmhm" und "aha" -- antwortet, wenn sie ihm den Kaffee eingiesst und die Marmelade auf's Brötchen schmiert und - mehr oder minder ungehört - das Neueste zuzwitschert ... Probieren Sie es doch DORT bitte einmal..... Inzwischen kann ICH dann ungestört Akten am Schreibtisch wegarbeiten... ;-) *augenzwinkernd

'de Sanfte Brise7...

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Mittwoch, 08. März 2006
Der Himmel würfelt nicht .............oder vielleicht doch ? - Von Schicksalswürfeln und Justizirrtümern
Von Gedankenhupfer, 10:07

Alea iacta est......

Als für Herculaneum die Würfel fielen...........verschüttete am 25. August des Jahres 79 n. Chr. der Vesuv in einer Nacht eine ganze Region. Das Leben in den Städten am Golf von Neapel erlosch in Sekundenschnelle....nicht nur in Pompeji, sondern auch in Herculaneum, das viel früher als Pompeji entdeckt wurde.

Alea iacta est ...."Der Würfel ist gefallen!" - ein Ausspruch von Julius Cäsar als er am 10.Januar 49 v.Chr. den Rubikon überschritt, der Gallia cisalpina (Oberitalien) von Italien trennte. Ursprünglich sind Cäsars Worte in griechischer Sprache von Plutarch (Quelle: Sueton, "Vita divi Iulii") überliefert worden (Anerriphtho kybos = Hochgeworfen sei der Würfel!), was richtig übersetzt jedoch "Alea iacta esto" (= Der Würfel soll gefallen sein) heißen müsste.

Das Bild zeigt Fundstücke aus Herculaneum: Würfel aus Knochen, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden - Würfelspiele gehörten zu beliebten Beschäftigungen. Das Würfelspiel ist sogar noch älter – gilt als eine der ältesten Spielformen überhaupt, die zunächst aus Knochen hergestellt wurde, später aus Elfenbein, Holz oder eben aus Plastik. Nicht nur bei den Germanen und Römern, sondern auch in ägyptischen Antike war es bekannt. Die Römer hatten die Würfel von den Etruskern übernommen. Ursprünglich wurden Würfelspiele hauptsächlich von Erwachsenen gespielt (was sich aus literarischen und bildlichen Zeugnissen belegen lässt);  besonders in der römischen Geschichte galt Würfelspiel als Glücksspiel und als charakterschädigend, verwerflich und unschicklich, Tacitus äussert sich darüber, dass sie in nüchternem Zustand mit äußerstem Leichtsinn um Haus und Hof, zuletzt gar um die eigene Freiheit spielten. Und Kaiser Claudius schrieb eine Abhandlung über das Würfeln. Nur an den Saturnalien – einem Fest zu Ehren des Gottes Saturn, ursprünglich am 17. Dezember gefeiert, später zwischen dem 17. und 23. Dezember und schliesslich bis zum 30. Dezember ausgedehnt– war es eigentlich erlaubt, dem Spiel nachzugehen.
Der Überlieferung nach sollen die römischen Soldaten unter dem Kreuz um das Gewand Jesu gewürfelt haben.

Weder gesetzliche Verbote noch Strafandrohungen konnten jedoch verhindern, dass das Würfelspiel – mit Spielbrettern, Bechern und Würfeltürmen gespielt – fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in allen sozialen Schichten fand.

Im Römischen Reich war der Einsatz von Geld bei Würfelspielen untersagt.

813 schloß das Mainzer Konzil diejenigen von der Kommunion aus, die dem Glücksspiel anhingen. Ludwig IX., der Heilige, verbot 1254 sogar die Herstellung von Würfeln.

Auch später noch finden sich Verbote, wie zB für studentische Verbindungen, denen „neben Würfelspielen Fechten verboten ist“.

Gespielt wurde bei den Griechen mit drei, bei den Römern mit zwei Würfeln und einem Becher, der ein gezieltes Werfen von Würfelzahlen verhindern sollte, und dann wurden die Zahlen untereinander geschrieben und addiert. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl war der Sieger.

Geschichtlich interessantes findet sich u.a. im Museumspädagogischen Zentrum München bzw in der Prähistorischen Staatssammlung, wo auch das Gladiatorenmosaik und der Würfel zu sehen sind.

 

 

Die Griechen schreiben die Entstehung der Würfel Palamedes aus der Zeit der Belagerung von Troja zu und in der Geschichte Spartas finden sich auch bereits Verbote des Glücksspiels.

Auch das 3 000 Jahre alte hinduistische Werk Mahabharata soll von einem fanatischen Würfelspieler berichten, der, nachdem er seinen gesamten Besitz verloren hatte, sich selbst aufs Spiel setzte.

Sogar die Wahrscheinlichkeitsrechnung begann im Ansatz mit dem Studium des Würfelspiels und der Chancen für Gewinn und Verlust. Statistische Wahrscheinlichkeitsberechnungen mögen verlockend scheinen, verheissen sie doch auf ersten Blick eine mathematisch und damit scheinbar logisch nachvollziehbare Schlussfolgerung. Seit es Würfel gibt, knüpfen unbelehrbar Menschheitsgenerationen allen Verboten des Glücksspiels zuwider an das Fallen der Hexaeder Entscheidungen, Geld, Werte, Freiheit, Freiheiten und Schicksale. Sie binden den unbeherrschbaren Zufall damit an den Wunsch zur Beherrschung, Berechnung und Berechenbarkeit des Schicksals selbst. So unterliegen sie der Illusion, dass an statistische Berechenbarkeiten der Wahrscheinlichkeit einzig zwingende Schlussfolgerungen möglich seien, die selbst in Gerichtsverfahren einfliessen und dort auf fatale Weise an Gottesurteile erinnern, wenn sie wie Schicksalswürfel des Himmels auf das Spielfeld fallen. Wenn sie Würfeln gleich in Händen medizinischer Sachverständiger als Experten des Gerichtsverfahrens mit dem Würfelbecher als mehr oder weniger sachverständige Aussagen geworfen werden und in den Gerichtshof fallen gelassen werden. Wie im Falle von Professor Sir  Roy Meadow, der als Sachverständiger im Strafverfahren gegen Sally Clark aussagte, die Wahrscheinlichkeit, dass ihre beiden 1996 und 1997 gestorbenen Kinder am plötzlichen Kindstod gestorben seien läge bei 1 zu 73 Millionen. Innerhalb eines Jahres hatten Sally Clark und ihr Mann zwei Kinder verloren. Beide waren im Alter von wenigen Wochen gestorben. Die ursprüngliche Diagnose lautete auf plötzlichen Kindstod. Doch vier Wochen nach dem Tod des zweiten Babys wurden die Clarks (beide übrigens Anwälte) verhaftet. Sally Clark wurde 1999 wegen Mordes an ihren zwei Kindern zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.Die Beweislage war sehr dünn. Die Staatsanwaltschaft behauptete zunächst, die Kinder wären durch Schütteln ums Leben gekommen, revidierten die Behauptung aber später auf Tod durch Ersticken. Es gab keine Indizien dafür, dass Sally Clark eine gewalttätige Mutter gewesen war. Alle Anhaltspunkte sprachen eher für das Gegenteil.Ein scheinbar starkes Indiz für die Schuld von Sally Clark lieferte ein Gutachten des medizinischen Sachverständigen Sir Roy Meadow. Er behauptete, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei Kinder der gleichen Familie am plötzlichen Kindstod sterben, betrage eins zu 73 Millionen. Er hatte diese Zahl erhalten, indem er die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Kind in Familien mit ähnlichen Charakteristiken wie der der Angeklagten am plötzlichen Kindstod stirbt, einfach quadrierte.So würde man es nämlich machen, wenn man beispielsweise die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man mit zwei Würfeln gleichzeitig eine Sechs wirft, ausrechnen wollte. Bei einem Würfel beträgt die Wahrscheinlichkeit ein Sechstel, bei zwei Würfeln folglich ein Sechstel zum Quadrat, also ein Sechsunddreißigstel. Aber: Bei Würfeln ist diese Rechnung erlaubt, weil der Wurf des ersten Würfels den des zweiten nicht beeinflusst. Bei der Diagnose plötzlicher Kindstod ist es jedoch nicht auszuschließen, dass es genetische oder andere Gründe gibt, die das Auftreten von mehreren plötzlichen Kindstoden in einer Familie begünstigen. In solch einem Fall führt das Quadrieren der Einzelwahrscheinlichkeiten zu einer dramatischen Verfälschung der tatsächlichen Gesamtwahrscheinlichkeit. Man hat es in solch einem Fall mit bedingten (konditionalen) Wahrscheinlichkeiten zu tun, die eine differenziertere Betrachtung verlangen.
Bei bedingten (konditionalen) Wahrscheinlichkeiten steht das Eintreten eines Ereignisses A unter der Bedingung, dass ein Ereignis B bereits vorher eingetreten ist. Eine solche einzige Bedingung und ihr sicherer Eintritt kann aber hier nicht vorausgesetzt und zugrundegelegt werden.
Philip Dawid vom University College London machte diesen Trugschluss auf dem Kongress anhand eines einfachen Beispiels mit überschaubaren Zahlen deutlich: Ein Mörder hinterlässt am Tatort einen Tropfen seines Blutes. Angenommen, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine DNA-Analyse des Blutstropfens zu einer beliebigen Person passt, wäre eins zu 10 Millionen. Dann folgt daraus nicht, dass jemand, dessen DNA mit der des Blutstropfens übereinstimmt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 9.999.999 zu 10.000.000, also mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit, schuldig ist. Ohne Annahme über den in Frage kommenden Täterkreis ist eine weitergehende statistische Aussage gar nicht möglich. Nehmen wir mangels weiterer Indizien an, als Täter käme grundsätzlich jedes Mitglied einer 40 Millionen Menschen zählenden Bevölkerung in Frage. Dann gibt es in dieser Bevölkerung gemäß der angegebenen DNA-Wahrscheinlichkeit statistisch gesehen vier Menschen, deren DNA zum Blutstropfen passt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass einer dieser vier schuldig ist, beträgt also 25 Prozent – jedenfalls solange es keine weiteren Indizien gibt. Im Allgemeinen muss in solchen und komplexeren Fällen eine Bayessche Analyse angewandt werden.
Die Würfel fielen für Sally Clark aufgrund der Aussagen des Sachverständigen Professor Sir Roy Meadow - mit einer Verurteilung wegen Mordes 1999. Erst im Jahr 2003 wurde sie freigesprochen, als im April 2003 ein Berufungsgericht den Schuldspruch aufgrund neuer Indizien über eine bakterielle Erkrankung des zweiten Kindes auf. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens wurde ausgeschlossen, weil erforderliche gerichtsmedizinische Untersuchungen nicht durchgeführt wurden und nach der verstrichenen Zeit nicht mehr durchgeführt werden konnten.
Das britische
General Medical Council hatte  ein Untersuchungsverfahren gegen Roy Meadow eingeleitet, der in weiteren ähnlich gelagerten Fällen ebenfalls medizinischer Gutachter war. So wurden auch Angela Cannings und Donna Anthony aufgrund seiner Wahrscheinlichkeitsberechnung verurteilt. Der britische Kronanwalt Lord Goldsmith hat die Untersuchung von 298 Fällen angeordnet, bei denen Meadow medizinischer Gutachter war. Im Juli 2005 wurde der Sachverständige vom britischen General Medical Council für schuldig befunden, falsch und irreführende sachverständige Aussagen gemacht zu haben und aus dem Ärzteregister getrichen. Auf seine Berufung gegen diese Entscheidung befand der High Court vor wenigen Tagen im Februar 2006, dass die Entscheidung des General Medical Council zu exzessiv und unverhätnismässig" und hob sie auf. Die Entscheidung wurde von Vertretern der medizinischen Sachverständigen als Signal begrüsst, da sie sichere, dass kein Mediziner oder medizinischer Sachverständiger wegen seinen seiner Überzeugung entsprechenden Aussagen vor Gericht später mit persönlichen bzw. beruflichen Massnahmen rechnen müsse.

Es bleibt die Frage und Diskussion, wo die Rechte Beschuldigter im Würfelspiel statistischer Wahrscheinlichkeits- und Prozentberechnungen von Sachverständigen auf dem Felde der gefallenen Würfel bleiben, wenn und solange ein beteiligter medizinischer Sachverständiger nur "ehrlich und überzeugt von seiner geäusserten Sachverständigenaussage" ist ........ im Falle von Professor Sir Roy Meadows stimmt nachdenklich das Zitat einer seiner Aussagen, die als "Meadow's Law" / "Meadows Gesetz" bekannt wurden: "One sudden infant death is a tragedy, two is suspicious and three is murder, unless proven otherwise." ("Ein Fall eines plötzlichen Kindstodes ist eine Tragödie, 2 Fälle sind verdächtig, 3 sind Mord, es sei denn, das Gegenteil würde bewiesen") . Welche sachverständige Qualifikation und unbefangene Grundlage lässt sich mit solchen Aussagen und dem Grundsatz der Unschuldsvermutung in Einklang bringen ? Zumal in Anbetracht der Tatsache, dass statistisch berichtet wird, dass in Grossbritannien 9 Fälle von plötzlichem Kindstod pro Woche geschehen, und jährlich 50 Familien, in denen bereits ein Fall plötzlichen Kindstodes aufgetreten ist, von einem weiteren Fall betroffen werden.

Bereits im Januar 2002 und aus Anlass des falles von Sally Clark schrieb Peter Green, der Präsident der Royal Statistical Society in London, in einem Brief an den britischen Justizminister: "Wir fordern Sie auf, dafür zu sorgen, dass statistische Sachverhalte vor Gericht nur von qualifizierten statistischen Experten begutachtet werden."

Vielleicht wäre es ja nicht falsch, aber wer wird beurteilen, wer ein qualifizierter statistischer Experte ist ---- ohne die Würfel bemühen zu dürfen....oder müssen, ... die Schicksalswürfel, zu denen der Mensch sie allzu oft schon gemacht hat....

vielleicht waren die altrömischen Verbote des Würfelspiels gar nicht so verkehrt ... viele Teile unserer Rechtsordnung und Prozessverfahren beruhen auf altrömischen rechtsgeschichtlichen Wurzeln...und vielleicht wäre es dann nicht ganz so verkehrt, zumindest statistischen und medizinischen Sachverständigen auch in neuzeitlichen Gerichtsverfahren das Glücks- und Schicksalsspiel mit Würfeln zu verbieten......

....mit einem nachdenklichen Augenzwinkern

von der SanftenBrise7



 

 

 

Und mehr Details über Sally Clark und ihren Prozess (einschliesslich des Volltextes ihres Urteils im Berufungsverfahren, das sie am Ende freisprach):

http://www.sallyclark.org.uk/

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Montag, 06. März 2006
Alle kämpfen sich durch .......
Von Gedankenhupfer, 10:28

Alle kämpfen sich durch .......nicht nur durch's Leben, sondern seit dem Wochenende vor allem durch die Schneemassen,

 

selbst die Kleinsten ;-))) ...wie dieser Schneebagger im Miniatur Wunderland aus Hamburg......

Aber dennoch schaffen's in München heute viele nicht ins oder bis zum Ziel -
mehr als 50 cm Neuschnee, Trams bleiben im Depot, weil die Weichenheizungen den in die Schienen gedrückten Schnee nicht mehr zum Schmelzen bringen konnten, Busse kämpfen gegen nicht ausreichend freie Strassen und die S-Bahnen haben ihre Hürden – und so kehrte mein Filius am Münchner Hauptbahnhof um, nachdem die Oberlandleitung der Bahnen am Isartor zusammenbrach.... und allenfalls noch Taxen, wenn überhaupt, bis zur Schule ins Isartal / Pullach den Schulbesuch ermöglicht hätten ........dicke Schneehauben allerorts und Schneeromantik zwischen bis zu 1,80 m aufgehäufte Schneeberge seitwärts des Geh- und Fahrweges, dick eingeschneite Wege selbst und ein augenzwinkerndvergnügter , "LEIIIIDER" am Schulbesuch gehinderter Sprössling ...smyle... ICH kann auch nicht anders... ich liebe den Schnee und finde Schneemassen, wie ich sie seit Kindheitstagen im Allgäu doch oft genug mal wieder gern gehabt hätte, einfach wunderschön und MUSS einfach auch heitervergnügt in den Wochenbeginn schmunzeln -- manchmal muss einfach auch mal in einer sonst so auf Zeit, Hektik, Stress, je-schneller-je-lieber-gerichteten Welt eine kleine natürliche Bremse wieder zum An- und Innehalten bringen, damit man nicht vergisst, dass manchmal nicht allein die Zeit, sondern auch die Richtung wichtig sind
Natürlich - !! - hoffe ich , nicht allzuviele Unfälle verleiden anderen den Schnee allzusehr , aber das eine oder andere Mal musste ich in den letzten 36 Stunden doch den Kopf schütteln über den Stress, den manche glauben zu haben, anderen und sich selber machen, nur weil ihnen mal was in den vermeintlich wichtigsten Zeitplan funkt.

Ich hatte ein verlängertes Wochenende mit meinem Filius in Hamburg eingelegt und schon  in der Nacht auf Sonntag hatte selbst in Hamburg der Schneefall ordentlich eine Guten-Morgen-Überraschung gezaubert – der geplante Zug über den Fischmarkt musste erst die Hürde eines weiter in dicken Schneeflockenfall gehüllten Sonntagmorgen nehmen, dick eingepackt etwas anders als vorgesehen, aber entschlossenen Mutes, sich das Vergnügen vor der Rückfahrt mit dem Zug nicht nehmen zu lassen. Die Händler überschlugen sich im Schreien um die Kundschaft mit ihrem „Orangen – Kiste 2 Euro !“ , „Aale, frische Aale 10 Euro – und wenn ich DA noch Gewinn mit machen soll, denn trägt dat die Maus heute oop’em Schwanz heim, wat ich da noch dran verdien’“ ...und während das Obst , Gemüse und die Händler selbst in leichten Schneehauben eingezuckert wurden, war von schlechter Laune nix zu sehen oder zu hören ..........10:47 ICE ab Hamburg Altona dann nach München ...heilfroh, dass wir uns eine Reservierung gesichert hatten, sassen wir dann mit MP3Player, Krimilektüre und einer Thermosflasche, mit Krabbenbrötchen frisch vom Fischmarkt, Gebäck, heissem Wasser und Teebeutelchen für den Aufguss am Sitzplatz und hatten es warm und behaglich auf einer Fahrt durch eine wunderschön anzusehende verschneite Winterlandschaft, wie man sie allzu oft ja nicht zu sehen bekommt, denn wie oft wird doch ein „richtig schön verschneiter Winter“ nicht nur grade zu den „grünen Weihnachten“ hierzulande vermisst... und eine Zugstrecke, die ich durch viele Fahrten zwischen München und Hamburg schon in vielerlei jahreszeitlichen Variationen nur zu gut kenne, ist auf einmal wieder ganz anders und abwechslungsreich anzusehen und zudem faszinierend schön weiss verkleidet....ein Genuss, wenn man nicht am Steuer sitzt und (zugegebenermassen auf der Strasse und der Autobahn verkehrs- und witterungsbedingt) wenig Spass daran hätte. Und zugegeben, auch wer am Münchner Flughafen abfliegen und ankommen wollte und zu den rund 100 gecancelten oder verspäteten Flügen wollte oder musste, hatte an den notwendigen Verzögerungen durch die rund 30 minütigen Enteisungen auch wenig Freude. Aber wie viel technischer, personeller und logistischer Aufwand wurde DENNOCH bewältigt und wie viele wirklich unaufschiebbare Dinge wurden durch Verzögerungen denn wirklich versäumt ? Und was bedeutet es angesichts solcher Handicaps eigentlich den mürrischen Nörglern, dass und wie oft sie ohne Verzögerungen und Handicaps und vor allem ohne einen tatsächlichen Schaden so selbstverständlich sonst dorthin und auch pünktlich gelangen, wo sie nach ihrem jeweiligen persönlichen Tagesplan hin wollen ? Mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen glauben, immer, alles und überall unter ihrer ganz persönlichen Entscheidung und Kontrolle haben zu wollen und müssen, merkt man dann vor allem in jenen Situationen, wo die Uhr und der Fahrplan mal von diesen zig-Millionen persönlichen kleinen Wichtigkeiten abweichen. Und dann offenbaren sich Naturelle von Nörglern, Motzern, Cholerikern, zickigen, hysterischjapsenden, mit Beschwerden drohenden VIPs  hinter den Fassaden sanfter Senioren, Eltern mit Kindern, Paaren mit Bahncomfortcards für den jederzeitigen Anspruch auf bevorzugte Behandlungen und das (ach ja ? ) Recht auf jede – nicht ICE- aber doch - verbale Entgleisung aus den eigentlich zwischenmenschlich üblichen und für sich beanspruchten Anstands- und Benimmregeln. Da hält der ICE – ja, was denn !?? DARF ein ICE denn überhaupt mal zwischendrin woanders halten als an einem der im Begleitfaltblatt genannten Bahnhöfe und an diesen bitte auch nur zu den pünklichst einzuhaltenden Zeitangaben !???? – tatsächlich auf freier Strecke ......einer hübschen übrigens,...mit landschaftlich zauberhaft im Spätnachmittagslicht glitzernden Schnee auf Zweigen, Ästen, Bäumen, ...zwischen Feldern, auf denen einige Rehe zum Abendessen zu sehen sind, während ein Greifvogel an einem der Feldpfosten ganz nahe sitzt und auf das seinige noch Ausschau hält... sieht das jemand noch ? Die Eltern der drei temperamentvoll seit Stunden direkt neben mir einen Jux und ein Kinderspiel nach dem anderen treibenden Kiddies, die das als willkommene Abwechslung für ihre Sprösslinge ansehen könnten – nein, die sicher nicht. Denn die beklagen sich doch lieber bei anderer Gelegenheit, wie traurig es in dieser Welt sei, dass ihre Kinder Wildtiere nur noch in Wildtierparks erleben könnten, für die man auch noch Eintritt zahlen müsse ! Das mittelgealterte Paar hinter mir, das sich seit Stunden darüber immer wieder penetrant darüber aufregt, dass die Fahrt so gleichtönig und wenig abwechslungsreich sei, zumal ausnahmsweise wegen einem technischen Defekt die Audioanlage nicht ermöglicht, Radio oder Hörspiele am Sitzplatz zu hören und – Frechheit, nicht wahr !?? – auf der Zugstrecke nicht einmal ein Techniker zusteige und das bitteschön sofort behebe , damit ihre höchstpersönliche und schwer beeinträchtigende Befindlichkeitsstörung behoben werde.... nun, meinem Eindruck nach, lag die Befindlichkeitsstörung weniger in dem technischen Defekt, als in jenem ihrer Beziehung, die es unmöglich machte, dass sie ca 6 Stunden Zugfahrt mit einem Gespräch miteinander als lieber jeder mit einem dem jeweils anderen ausschliessenden Kopfhörer verbringen konnten. Vermutlich nörgelte SIE sonst oft genug, dass ER kaum daheim sei und Zeit mit IHR verbringe oder sich beim Frühstück mehr von der Headline der Morgenzeitung über der Kaffeetasse zu lesen als von IHM zu sehen und schon gar mit ihm zu reden sei..... Ich war froh nicht auch noch darüber nachdenken zu müssen, wie sie wohl die bevorstehenden beiden Wochen am Urlaubsort zu überstehen gedachten, wenn sie womöglich mal ganz mit sich allein sein würden.....Und selbst bei dem jüngeren Pärchen vor uns konnte man anfangen zu grübeln, ob sie -- bereits jetzt ?? – mehr Abwechslung und Gesprächsstoff und Gemeinsamkeit im Ärger über jegliche kleine Abweichung von minütlich einzuhaltenden Fahrplänen und Fahrttempo besassen, als an dem gemeinsamen und geteilten Genuss einer geradezu romantisch anmutenden Landschaft rund um den Weg in einen gemeinsamen Urlaub, zu dem sie offenkundig nach Innsbruck unterwegs waren.... Ein Gedanke, auf den man nicht nur deswegen verfiel, weil sie sich endlos in der Diskussion über das „warum“, „wieso“, „wie lang denn noch !?“ des Stops auf freier Strecke verloren, sondern bereits zuvor und danach nicht weniger jeder auf dem eigenen Handy endlose Zahl von jeweiligen Bekannten anriefen und mit diesen über belangloseste Nichtigkeiten mehr verbale Energien entfalteten, als offenkundig Spass daran fanden, sich MITEINANDER auf ihrer gemeinsamen Reise zu unterhalten oder sich auf diese und was sie vielleicht alles unternehmen könnten zu freuen ......oder eben einfach schweigend gemeinsam geniessen zu können.... Waren sie also wirklich böse über die Störung ??? ...Smyle... oder nicht vielleicht doch geradezu froh, einen gemeinsamen Ärger zu besitzen oder hochzustilisieren, weil wenigstens DAS eint und ablenkt von einem sonst allzu langweiligem, aber unangenehmen Gefühl ? Es ist eben um vieles leichter, sich sage und schreibe 3 Stunden alle paar Minuten erneut über die von anderen „verschuldete“ ganz sicher zu erwartende Verzögerung des ICE lauthals zu ärgern, die ohnehin nicht zu ändern ist, als ein gemeinsames anderes Gesprächsthema zu finden, das einen selbst oder den Partner und gemeinsam unterhaltendes betrifft.... und zu dem der andere womöglich eine andere Meinung haben konnte, als man selbst oder womöglich gar nichts zu sagen oder zumindest nicht mit dem Partner zu reden .....

Ja,.... so unerwartete Schneemassen und andere ganz und gar natürliche Hürden in einem so technisierten, organisierten und Zeit- und anderen vermeintlichen Tages- und Lebensplänen können recht unbequem sein und unbequeme Gefühle wecken und Fragen aufwerfen...... und ein bisserl Zeit und Zeitverzögerungen können eine gute kleine Zwangspause sein, um nachzudenken, ob nicht so sehr das Tempo des Zuges, sondern vielleicht die Richtung zum Nachdenken und miteinander reden anregen sollten.... manch einer würde dann vielleicht umsteigen,...und feststellen, dass das vermeintlich unbequeme Mittel, der scheinbar erzwungene Umweg und ein anderes Verkehrsmittel, um doch weiter zu kommen, gar nicht schlecht sind, um mal wieder andere, bessere und sich zumindest lebendiger anfühlende Perspektiven wahrzunehmen....

Wir kamen übrigens mit rund 30 Minuten Verspätung in München an, erwischten einen bereits rund 12 Stunden fahrenden und dennoch heiteren und netten Taxifahrer, der uns trotz dichter und kaum geräumter Seitenstrassen freundlichst mit unserem Gepäck bis direkt vor die Tür brachte, wo ich als Autofahrerin lieber nicht selber durch die eng geparkten und eingeschneiten Pkws hätte lavieren wollen ......

Ach ja....Sowohl der EC nach Wien als auch derjenige über den Brenner über Innsbruck haben auf die Fahrgäste aus dem ICE 30 Minuten gewartet.....Sie mussten also – wohl oder übel – im EC dann entweder ein anderes Thema miteinander finden, als sich in München aufregen zu können, wegen der „bösen bösen DB“ (DIE haben ja auch das Wetter gemacht !! .... )  den EC nach Innsbruck verpasst zu haben...oder sich ein paar weitere Stunden dann im EC darüber aufregen, dass sie nun - ebenso wie alle diejenigen, die im EC ihrerseits warten mussten, bis der ICE eingetroffen war, mit 30 Minuten Verzögerung von München abfahren und in Innsbruck ankommen werden.....

Es wäre aber doch auch ZU schön, eben einfach nicht auszuhalten schön gewesen, sich einfach nur zu freuen, dass man ungeachtet aller Hürden auf dem gemeinsamen Weg dennoch und heil am Sonntagabend in einem romantisch verschneit und beleuchteten Innsbruck ankommen konnte  und einen ersten schönen gemeinsamen Abend dort verbringen würde, gell ? ;-)

Und nun mache ich mir die 2. Tasse Espresso und beneide nicht einen einzigen derer, die tagtäglich sonst so unbemerkt und endlich nun mal wieder SPÜRBAR für reibungslose Abläufe im Alltag der heimlichen und manchmal un-heimlich benimmlosen VIPs unter meinen cholerischmutierenden Mitmenschen sorgen......Und dann geniesse ich diesen Espresso beim Nebenbei-beim-Telefonieren-Blick aus dem Fenster in zauberhaft dick weiss verschneite alte Bäume im Warmen, nachdem ich seit ca 5 Uhr morgens meine Termine für den heutigen und morgigen Tag umkoordiniert und verlegt, persönliche Termine durch Telefongespräche und Mails ersetzt und die nicht ersetzbaren durch neue Termine umgeplant habe. Geniesse ihn in und nach der dafür gewonnenen Zeit, in der ich die erst für später in der Woche auf Wiedervorlage gelegte  Korrespondenz (die ich damit erfreulicherweise bereits heute erledigt und "vom Tisch und nicht mehr als Block vor mir habe") geschafft habe. Und bei den Telefonaten wegen der Terminverlegungen haben die gemeinsam alle betreffenden Hürden des Schnee-Über-Falles manches nette Telefonat und die eine oder andere Geschichte einen netten persönlichen Schnack am Rande die Kundenbeziehung sicher wieder durch den netten Schnack vertieft ;-))) ...auch am anderen Ende des ICE ...uops... des Telefons sitzen schliesslich "nur" Menschen ....immerhin... ;-))) oder nicht !? Und unter diesen sind doch auch alle die Manager und Time-Organizer, die uns tagtäglich mit Slogans von "neuer Flexibilität" , "moderner Mobilität" und "überall online access" predigen, die sie so gut beherrschen und mit denen das Leben so viel flexibler zu gestalten sei.... Wohlan ! ...Es fehlt wohl nur manchmal an der Flexibilität des Menschen, sich auf Unvorhergesehenes selbst bewegen zu wollen....oder können ? ;-))

*augenzwinkernd* und mit einem heiteren Gruss:

der Gedankenhupfer einer SanftenBrise7 ;-)

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"Incomparable Opponent[s] ~ Avversario incomparabile" in die Galerie des Italienischen Channel der Fotocommunity gewählt
Von Gedankenhupfer, 08:24

"Incomparable Opponent[s] ~ Avversario incomparabile"

This photograph has been elected today as another Gallery Picture - as well as "Smooth" again for the italian channel of the "Fotocommunity" and been "decorated" with a gallery star.... thanks a lot for the joy and pleasure to know, You enjoy this picture !!
Auch dieses Bild wurde soeben - nach "Smooth" - als ein weiteres Galeriebild in die Galerie des italienischen Channel der Fotocommunity gewählt - der 2. Galeriestern bei der fotocommunity in Italien - danke sehr für die Freude und das Vergnügen, zu wissen, dass dieses Bild so gut gefällt !!
MILLE GRAZIE per elezione e tutti voti ! è un gran piacere per me e ;-)
To look at it in fullsize:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/4997205

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Mittwoch, 15. Februar 2006
Keine lahmen Gegner ............
Von Gedankenhupfer, 06:19

Still Sure of Victory....but....
then..... the unforseen happened to those who are too self confident......

Never call snails dreary ...........better be prepared ! ;-)

 

 

 

 

 

So siegesgewiss ........doch dann geschah das Unvorhergesehene ....ich hatte ihn noch gewarnt.... "Nenn' sie NIEMALS "lahm" ......aber er hatte ja nicht hören wollen..."

;-)

Nicht was andere über - vermeintlich lahme - Schnecken denken, entscheidet, sondern nur das, wie Schnecken wirklich sind.... und manchmal, welche Strategie sie wählen... man darf seine Gegner nie unterschätzen.... aber eben auch nicht überschätzen.... machmal ist das, was ein unaufhaltsamer Weg zum Erfolg scheint, nur eine zeitweise erfolgreiche Schleimspur...... und für die gilt umso mehr : Keiner steht immer auf der Siegerseite.... ;-)

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Dienstag, 14. Februar 2006
Liebe(s)Grüsse zum Valentinstag
Von Gedankenhupfer, 06:21

Im Treibsand der Liebe

Im Treibsand der Liebe...
geh' niemals ich unter...
im Treibsand der Liebe...
hält umschlungen Dein Herz mich.
Im Treibsand der Liebe...
findet mitunter....
im Treibsand der Liebe ....
auch mein Herz dann Dich...

Im Treibsand der Liebe ...
fängst den Wind Du nicht ein....
im Treibsand der Liebe ...
kommt der Sturm von allein...
Im Treibsand der Liebe ...
bindet die Freiheit kein Seil...
im Treibsand der Liebe ...
hält nur sie mich.....weil.....

Im Treibsand der Liebe...
geh' niemals ich unter...
im Treibsand der Liebe...
hält umschlungen Dein Herz mich

[ © Liz Collet, aus: SandMuschelchen & Meer vom Meer]

*****************************************************

als ECard gibt es das Motiv auch :

http://mitglieder.ecard-service.net/ecard.php?account=smoothbreeze7greetings&foto_id=valentine

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Samstag, 11. Februar 2006
Mein neuestes Galeriebild
Von Gedankenhupfer, 08:18

"Smooth"

wurde soeben als ein weiteres Galeriebild in die Galerie des italienischen Channel der Fotocommunity gewählt - nun strahlt ein weiterer Galeriestern für eines meiner Bilder auch in Italien - ein zauberhafter Gedanke ;-)

Um es in fullsize zu betrachten:

http://www.fotocommunity.it/pc/pc/display/4569265

 

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Sonntag, 22. Januar 2006
Gerechtigkeit
Von Gedankenhupfer, 08:12

Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit

ist die nur vorgespielte Gerechtigkeit.

Platon, griech.Philosoph, 428-348 v. Chr.

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Dienstag, 17. Januar 2006
Kluge Leute ........
Von Gedankenhupfer, 10:43

Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden.

Aristoteles

griech. Philosoph, 384-322 v. Chr.

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Freitag, 13. Januar 2006
Unerwartetes am Freitag dem 13.
Von Gedankenhupfer, 09:12

...........er fängt ja grad erst an und wer weiss, was er noch so parat hält, aber der Morgen beginnt mit der Nachricht, dass meine beiden beim Fotowettbewerb eingereichten Bilder "Weihnachtlicher Haselnusskranz" den 22. und das Bild "Vanilleträume in Mandelkipferl eingeschneit" den - sage und schreibe - 3. Platz im Fotowettbewerb gemacht haben - yeah !!!!

Bilder und Rezepte im Menüpunkt "Anwalts Rezept" !!!

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Dienstag, 10. Januar 2006
Über das Unvorhersehbare
Von Gedankenhupfer, 07:58

„Es geschieht zu jeder Zeit etwas Unerwartetes;

unter anderem ist auch deshalb das Leben so interessant.“

Marie von Ebner-Eschenbach.

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